Wir haben in der Vergangenheit verschiedenste Gruppen und Träger unterstützt. Z.B.:
- Vereine
- Stiftungen
- Gewerkschaften
- Verbände
- Universitätsgremien
- Projektgruppen
- Hausprojekte/ Projekte gemeinschaftlichen Wohnens

Beispiele

In einem Kinderladen in einer deutschen Großstadt arbeiten Eltern, Erzieher_innen und das Kochpersonal zusammen, um den Kinderladen am Laufen zu halten. In letzter Zeit funktioniert die Zusammenarbeit nicht wie geschmiert. Einige Eltern sind unzufrieden mit dem Essensangebot, andere mit der einen Erzieherin. Das Kochpersonal weiß nicht mehr, wie es ein für alle passendes Essen zubereiten soll und die Erzieher_innen geben ihr Bestes sowohl ihrem pädagogischen Fachwissen, als auch den Wünschen der Eltern gerecht zu werden. Der Vorstand der Elterninitiative – selbst Eltern im Kinderladen – fühlt sich zerrieben zwischen den vielen Interessen.
Mit unserer Begleitung und Moderation konnten sich alle Beteiligten darüber klar werden, was ihnen im Kinderladen wichtig ist, was ihre Grenzen sind und konnten dies miteinander in guter Art und Weise besprechen. Sie tauschten sich in mehreren moderierten Treffen aus, klärten unterschiedliche Sichtweisen und erarbeiteten Ideen und Absprachen für das weitere Miteinander. So bekamen alle Beteiligten wieder das Gefühl, dass „der Laden läuft“.
Gemeinsam wurde verabredetet, in Zukunft halbjährlich mit externer Moderation von ProBe eine Auswertung zu machen, damit sich Unmut nicht lange aufstaut und schneller geklärt werden kann.

In den kommunalen und städtischen Strukturen einer deutschen Großstadt wurden viele Geflüchtete Menschen aufgenommen und in großen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Viele engagierte Bürger*innen wollten die Menschen in den Unterkünften in ihrer Nähe unterstützen, wussten jedoch nicht recht wie. Die Informationsveranstaltungen, von einem Bezirkspolitiker und der Stadt initiiert, verliefen frontal in Vortragsform und die Teilnehmenden Bürger*innen hatten kaum Möglichkeiten sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen. Zudem waren keine Geflüchteten selbst anwesend, um zu erzählen was sie konkret brauchen.
Mit externer Moderation und Begleitung wurde das Format der Informationsveranstaltungen in partizipative Großgruppenprozesse umgestaltet. In einem großen Raum mit mehreren Moderationswänden, konnten engagierte Bürger*innen im Kreis sitzend von Geflüchteten erfahren was sie gerade brauchen. Dazu waren Übersetzer*innen für die benötigten Sprachen anwesend. In einem moderierten Prozess fanden sich anschließend Menschen in Arbeitsgruppen zusammen, um zu verschiedenen Themenbereichen gemeinsam mit Geflüchteten die Unterstützungsarbeit zu organisieren.
In regelmäßigen Abständen fanden Veranstaltungen in ähnlichem, partizipativen Format statt, die bisherige Arbeit wurde ausgewertet, reflektiert und neue Menschen eingebunden.

Ein sozialer Träger mit einer größeren, komplexen Organisationsform und längerem Bestehen, hatte Probleme mit den Entscheidungsfindungsstrukturen. Es gab Unzufriedenheiten damit, dass Kommunikations- und Entscheidungswege unklar waren und Entscheidungen oftmals schlecht oder nicht umgesetzt wurden.
Mit Unterstützung von ProBe gab es mehrere moderierte Treffen, zu denen 50-80 Menschen kamen, um gemeinsam die Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen zu überarbeiten. Bei einer Auswertung ein Jahr später zeigten sich die meisten Beteiligten und Betroffenen zufrieden mit den neuen Strukturen, da sie das Gefühl hatten, diese selbst mit erarbeitet zu haben und im Falle von Problemen auch gemeinsam überarbeiten zu können.